Die Deutschen sind nicht nur das Volk der Dichter und Denker, die Deutschen sind auch ein Volk von begeisterten Leseratten. Das gedruckte Buch ist nach wie vor der Spitzenreiter, aber das elektronische Buch ist mehr und mehr auf dem Vormarsch. So wurden im Jahr 2012 über 12,3 Millionen elektronische Bücher verkauft und das war im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 150 %. Auch in den folgenden Jahren waren E-Books ein Verkaufsschlager, und heute machen digitale Bücher rund 2 % des gesamten Buchmarkts aus.

Immer mehr Menschen überlegen, ob sie sich statt eines gedruckten Buchs ein E-Book und einen E-Reader kaufen sollen. Wer noch keine Wahl getroffen hat, der sollte sich über die Vor- und Nachteile der beiden Buchmodelle informieren und erst dann eine Entscheidung treffen.

Was spricht für das gedruckte Buch?

Alle, die gedruckte Bücher bevorzugen, lieben den einzigartigen Geruch eines neuen Buchs, sie lieben es, im Buch zu blättern und auch ein Eselsohr in die Seite zu machen, wenn gerade kein Lesezeichen zur Hand ist. Gedruckte Bücher liegen gut in der Hand, man kann Textstellen markieren und unterstreichen, und wenn das Buch gelesen wurde, findet es seinen Platz im Bücherschrank. Ein gut gefülltes Bücherregal hat das gewisse Etwas und macht sich in jedem Wohnzimmer immer gut. Ein gedrucktes Buch zu lesen ist sehr entspannend, und man kann das Buch auch mit an den Strand oder in den Garten nehmen, um dort im Liegestuhl in aller Ruhe zu lesen.

Aber das gedruckte Buch hat auch Nachteile. Wer zum Beispiel viel auf Reisen geht und sich die Zeit im Zug oder im Flieger mit Lesen vertreiben will, der kann nur eine begrenzte Anzahl an Büchern mitnehmen. In diesem Fall sind Bücher unhandlich und auch sehr schwer, wenn es sich beispielsweise um ein gebundenes Buch und nicht um ein Taschenbuch handelt.

Welche Vor- und Nachteile haben elektronische Bücher?

Wenn es um elektronische Bücher geht, dann werden viele verschiedene Formate angeboten. Es gibt E-Books im PDF Format, als TXT oder im ePub Format. Auch MOBI und DOC gehören zu den Formaten, die beliebt sind. Es gibt E-Book Reader, aber auch die Möglichkeit ein Buch auf dem PC, auf dem Notebook, dem Laptop oder dem modernen Tablet und dem Smartphone zu lesen. E-Reader bieten selbstleuchtende Displays, die das Lesen auch bei hellem Tageslicht ohne Probleme möglich machen.

Wer ein E-Book in englischer oder französischer Sprache lesen will, der kann sich die nicht geläufigen Worte durch anklicken übersetzen lassen, und wer seine Brille vergessen hat, der muss nur die Schrift entsprechend vergrößern und kann so bequem einen Roman auf dem E-Book Reader lesen.

Einer der größten Vorteile eines elektronischen Buchs liegt in seinem geringen Gewicht, denn die schwersten Reader wiegen nur maximal 200 Gramm. Ein durchschnittliches gedrucktes Buch bringt dagegen ein halbes Kilogramm auf die Waage. Für die Reise kann man sich viele Bücher auf seinen E-Reader laden und der Reader kann dann sogar im Handgepäck mit in die Ferien fliegen.

Ein elektronisches Buch hat aber auch seine Nachteile. Ein E-Reader oder auch ein Laptop funktionieren entweder mit Strom aus der Steckdose oder auf Reisen mit einem Akku. Wenn der Akku leer ist, dann bedeutet das auch das Ende des Lesevergnügens. Wer ein E-Book auf sein Tablet oder sein Notebook lädt, der besitzt dieses Buch nicht, er erwirbt nur das Recht dieses Buch zu lesen. Verschenken oder weiter verkaufen kann man ein E-Book nicht, zudem wird für ein E-Book die normale Umsatzsteuer von 19 % berechnet und nicht wie beim klassischen Buch nur 7 %. Das macht E-Books zum Teil zu einem teuren Spaß. Wer einen Kindle von Amazon hat, der hat zudem nur eine beschränkte Anzahl an E-Books zur Auswahl.

Bild: © Depositphotos.com / racorn

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